Schimmel-Laborbericht verstehen: Ihre Ergebnisse richtig lesen
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Ihre AirTrap-Proben sind ausgewertet, der Bericht liegt im Postfach: eine Ergebnisseite, eine Datentabelle voller lateinischer Gattungsnamen und Sporen je Kubikmeter, dazu Bilder von Ihren Objektträgern. Dieser Leitfaden geht den Bericht Abschnitt für Abschnitt durch – was die Werte sind, wie die „Erhöhungs“-Einstufungen zustande kommen und was der Bericht Ihnen sagen kann und was nicht.
Kurz gesagt: Der Bericht zählt und bestimmt die Sporen auf jedem Objektträger, rechnet die Zählungen in Sporen/m³ um, vergleicht jede Innenraumprobe mit der Außenluftreferenz desselben Objekts und hebt hervor, wo die Innenluft mehr von einem Schimmeltyp enthält als die Außenluft – vor allem bei Typen, die auf feuchtegeschädigten Materialien wachsen. Er liefert Werte und Bilder; die Bewertung für das Gebäude bleibt bei Ihnen.
So ist der Bericht aufgebaut
Jeder Bericht hat dieselben drei Ebenen.
1. Die Ergebnisseite
Eine Grafik je Luftprobe zeigt, ob die Probe gegenüber der Außenluftreferenz keine, eine leichte oder eine starke Erhöhung an Schimmelsporen aufweist. Oberflächenabstriche erhalten eine ähnliche Grafik, die zeigt, ob auf der beprobten Fläche Schimmelwachstum vorliegt oder nicht. Wo das Labor eine Erläuterung für hilfreich hält, steht ein kurzer Hinweis des Sporecyte-Analysten neben dem Ergebnis.

2. Die Datentabelle
Hinter den Grafiken stehen die Rohdaten, auf denen die Einstufung beruht: Sporen/m³ je Schimmeltyp, für jede Innenraumprobe und für die Außenluftreferenz. Die Tabelle ist nach Relevanz geordnet, Zellen sind hervorgehoben – orange für eine leichte, rot für eine starke Erhöhung –, damit der Blick dort landet, wo es darauf ankommt.
- Überwiegend innen – feuchtebedingt: Schimmeltypen, die auf feuchtegeschädigten Baustoffen wachsen und in der Außenluft nur sehr selten vorkommen. Jeder nennenswerte Wert im Innenraum deutet auf Feuchte und Wachstum im Gebäude hin.
- Innen/außen: Typen, die drinnen wie draußen wachsen können. Hier entscheidet der Vergleich mit der Außenluftreferenz.
- Überwiegend außen: Typen, die normalerweise im Freien und nur sehr selten auf Baustoffen wachsen. Erhöhte Innenwerte sind meist von draußen eingetragen.
- Partikel: alles auf dem Objektträger, was keine Schimmelspore ist – Pollen, Hautschuppen, Fasern, Staub. Nützlicher Kontext zu den Probenahmebedingungen.

3. Die Spurbilder
Für jede Probe zeigt der Bericht ein Übersichtsbild der gesamten Spur – des Partikelstreifens, den die Kassette auf dem Objektträger abgelegt hat – und ein vergrößertes Bild eines interessanten Bereichs. Das sind Aufnahmen Ihres tatsächlichen Objektträgers, keine Symbolbilder; damit zeigen Sie dem Auftraggeber, was in der Luft war, statt es nur zu erzählen.

Die wichtigsten Kennzahlen erklärt
Sporen/m³. Der Analyst zählt die auf dem Objektträger bestimmten Sporen; die Zählung wird über das beprobte Luftvolumen in eine Konzentration umgerechnet – beim Standard-AirTrap-Protokoll sind das 15 l/min über 5 Minuten, also 75 Liter. Eine Konzentration lässt Räume, Termine und Objekte untereinander und mit der Außenluft vergleichen.
Schimmeltyp. Sporen werden nach ihrer Morphologie auf dem Objektträger bestimmt, in der Regel bis zur Gattung oder Gruppe – Aspergillus/Penicillium etwa werden zusammen ausgewiesen, weil sich ihre Sporen unter dem Mikroskop nicht unterscheiden lassen. Der Typ zählt oft mehr als die reine Zahl: Ein moderater Wert eines Feuchteindikators sagt mehr über das Gebäude als ein hoher Wert eines verbreiteten Außenlufttyps im Sommer.
Die Außenluftreferenz. Die wichtigste Zeile der Tabelle. Außenluft enthält immer Sporen, und ihre Zusammensetzung wechselt mit Jahreszeit und Wetter. Erst der Vergleich innen gegen außen zeigt, ob Sporen eingetragen oder im Raum produziert wurden. Deshalb verlangt das Protokoll eine Außenluftprobe je Objekt – und deshalb enthält der Bericht keine Interpretation, wenn sie fehlt.
Warum es keinen Grenzwert gibt
Weder Deutschland noch das Vereinigte Königreich haben einen rechtsverbindlichen Grenzwert für Schimmelsporen in der Raumluft. Die Bewertung ist vergleichend: Der UBA-Schimmelleitfaden etwa arbeitet mit dem Innen-Außen-Vergleich, dem Spektrum der gefundenen Typen und Feuchteindikatoren statt mit einem einzelnen Schwellenwert; Freimessungen nach einer Sanierung folgen dem WTA-Merkblatt 4-12. Die Erhöhungsstufen des Berichts wenden genau diese Logik auf Ihre Proben an – sie zeigen, wo die Innenluft von der Außenluftreferenz abweicht und wie stark.
Was der Bericht nicht leistet
Der Bericht liefert Werte, Einstufungen und Bilder. Empfehlungen für das Gebäude gibt er nicht, weil er das Gebäude nicht kennt: Er hat die Feuchtemessungen, die Bauweise, die Schadenshistorie und die Nutzer nicht gesehen. Diese Bewertung ist Ihre – als Sachverständiger, Sanierer, Hausverwaltung oder Baubiologe –, und der Bericht ist dafür als sauberes, dokumentiertes Beweisstück gedacht.
Was Sie mit dem Ergebnis tun
- Keine Erhöhung: kein Hinweis auf eine Innenraumquelle im beprobten Raum zum Zeitpunkt der Probenahme. In der Akte vermerken; bleibt eine Beschwerde bestehen, unter anderen Bedingungen erneut oder in weiteren Räumen beproben.
- Leichte Erhöhung: prüfen, welche Typen erhöht sind. Innen/außen-Typen knapp über der Referenz gehen oft auf Lüftung, Textilien oder Hausstaub zurück; ein feuchtebedingter Typ verdient auch bei niedrigem Wert einen Blick auf Feuchte und verdecktes Wachstum.
- Starke Erhöhung: Quelle suchen – Feuchtemessung, Inspektion hinter Möbeln und Einbauten, Oberflächenabstriche an verdächtigen Stellen – und Sanierung planen. Nach der Sanierung dokumentiert eine Freimessung unter denselben Bedingungen das Ergebnis.
- Nutzer mit Beschwerden: Der Bericht ist eine gute Grundlage für das Gespräch mit dem Arzt; eine Diagnose ist er nicht.
Den Bericht dem Auftraggeber präsentieren
Sie können das PDF unverändert weitergeben, den Auftraggeber durch die Ergebnisseite führen oder die Werte in Ihr eigenes Gutachten übernehmen. Spurbilder und die markierte Tabelle erklären das meiste von selbst; der Außenluftvergleich ist das Argument, das überzeugt. Bewahren Sie das PDF in der Objektakte auf – Probenahmeparameter, Daten und Bilder machen es bei der Freimessung nach der Sanierung wieder nützlich.
Häufige Fragen
Wie lese ich den Bericht schnell?
Zuerst die Ergebnisseite: die Einstufung je Probe. Dann die Tabelle: welche Typen markiert sind und in welcher Kategorie. Dann die Außenluftzeile für den Vergleich. Die Spurbilder sind zum Zeigen da, nicht zum Zählen.
Was bedeutet eine leichte oder starke Erhöhung?
Die Innenraumkonzentration dieses Schimmeltyps liegt über der Außenluftreferenz – leicht oder deutlich. Die Kategorie sagt, wie das zu gewichten ist: Feuchtebedingte Typen im Innenraum zählen auch bei niedrigen Werten.
Warum enthält mein Bericht keine Interpretation?
Weil keine Außenluftreferenz eingesandt wurde. Ohne sie kann das Labor nicht sagen, ob Sporen von draußen stammen; die Werte werden trotzdem ausgewiesen.
Kann ich nach der Sanierung erneut testen?
Ja – eine Freimessung unter denselben Bedingungen (gleicher Raum, gleiche Dauer, Außenluftreferenz) zeigt, ob die Sanierung gewirkt hat. Nachfüll-Packs enthalten alles für die Wiederholungsprobe.
So funktioniert die Auswertung Nachfüll-Packs
Verfasst vom AirTrap-Team auf Basis des Sporecyte-Berichtsformats, das für AirTrap-Proben verwendet wird. Der Bericht unterstützt die Bewertung durch Fachleute; er ersetzt sie nicht.
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Fishponds Road,
Wokingham,
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